Max-Planck-Gesellschaft – MPG

Diskussionspapier zur wissenschaftlichen Bedeutung der Genom-Editierung und zu den potenziell damit verbundenen ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen

HERAUSGEGEBEN VOM ETHIKRAT DER MAX-PLANCK-GESELLSCHAFT

Oktober 2019

Als Organisation der Grundlagenforschung trägt die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) eine besondere Verantwortung zur kritischen Beurteilung neuer wissenschaftlicher Ent-wicklungen und ist bestrebt, sich Themen an den Grenzen des aktuellen Wissens zu widmen. Diese Einschätzung umfasst sowohl das wissenschaftliche Potenzial als auch die Risiken, die mit einer zukünftigen Anwendung der wissenschaftlichen Ergebnisse verbunden sein können. Zu diesem Zweck wurde der MPG-Ethikrat gebeten, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die Fragen im Zusammenhang mit einer revolutionären Technologie umreißt und diskutiert, die in den letzten Jahren unvorhergesehene Möglichkeiten in der Veränderung von Genen und Genomen eröffnet hat: der Gen-Editierungs- und Genom-Engineering-Technologie CRISPR-Cas9. Diese programmierbare Nuklease stellt das jüngste molekulare Werkzeug der Genetik dar und wird als vielseitige, präzise und leistungsstarke Technologie genutzt, nicht nur um Gene zu verändern (z. B. Mutationen korrigieren, Mutationen einbringen oder genetische Informationen ausschneiden und in ein Genom einfügen), sondern auch deren Expression zu regulieren. Der vorliegende Bericht befasst sich jedoch auch, soweit bereits in diesem frühen Stadium möglich, mit den potenziellen Risiken, die sich aus einer möglichen Umsetzung dieser neuen Technik ergeben können. Betrachtet werden darüber hinaus rechtliche und ethische Erwägungen im Zusammenhang mit dieser neuen Technologie und ihren möglichen Anwendungen weiterlesen bei mpg.de